Dieser Tage war zu lesen, dass der geplante Umbau des Bahngeländes bezuschusst wird und damit umgesetzt werden kann. So erfreulich die notwendige Modernisierung ist, so wenig kann die angekündigte Lösung überzeugen.

 

Da ist zu einen die geplante Bahnsteigerhöhung auf 76 cm. Diese verhindert bei den aktuell eingesetzten Dieseltriebwagen vom Typ LINT einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg. Vielmehr kehrt sich nur die Stufe zum Zug um, nämlich vom Bahnsteig hinunter in den LINT statt wie bisher vom Bahnsteig hinauf. Dieser Missstand war auch ein Grund für die Klagen bei Start der neuen Triebfahrzeuge im letzten Jahr. Da diese Fahrzeuge vermutlich noch viele Jahre im Einsatz sein werden, fordert die SPD beim anstehenden Umbau die Gleise auf 55 cm aufzuschottern. Das bedeutet, dass das Gleisbett für die „Restlaufzeit“ der LINT eine 21 cm höhere Schotterschicht erhält, um stufenlos einsteigen zu können. Bei späterer Umstellung auf höhere E-Züge kann diese Schotterschicht wieder reduziert werden.

 

Zum anderen irritiert die Aussage, dass zunächst der Gleis-/Bahnsteigumbau erfolgen müsse, bevor die dringend notwendige Aufwertung des gesamten Bahnhofareals erfolgen könne. Wir befürchten hierbei planerisches Stückwerk und mehrfache Einschränkung der umweltbewussten Bahnnutzer. Die SPD fordert nachdrücklich, eine Gesamtplanung für eine „Mobilitätsdrehscheibe“ Tegernseer Bahnhof (überdachte Bahn-/Bussteige, Taxi-/Parkplätze) aufzustellen und im Stadtrat zur Entscheidung zu bringen. Wie in unserem Wahlprogramm bereits ausgeführt fordern wir darüber hinaus eine Ideenwerkstatt, um zusätzliche Anregungen zu bekommen und die notwenige Nutzersicht einzubringen.

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